{"id":18525,"date":"2021-12-06T19:47:50","date_gmt":"2021-12-06T19:47:50","guid":{"rendered":"https:\/\/novelis2026.wpenginepowered.com\/news\/building-the-zero-carbon-car-with-circular-material\/"},"modified":"2026-04-27T20:32:22","modified_gmt":"2026-04-27T20:32:22","slug":"building-the-zero-carbon-car-with-circular-material","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/novelis.com\/de\/news\/building-the-zero-carbon-car-with-circular-material\/","title":{"rendered":"Das CO2-neutrale Auto bauen: Wie zirkul\u00e4re Materialien dazu beitragen k\u00f6nnen, dass die Automobilbranche ihre Klimaziele erreicht"},"content":{"rendered":"<div id=\"armstrong-block-news-editor-block_de2726e560c5b3e904d15b6fb93a0620\" class=\"armstrong-block-news-editor\"  data-animate=\"fade-up\">\n    <p>Die Automotive-Branche befindet sich mitten im Wandel. Industrie 4.0\u00a0wird in diesem Sektor gerade sehr schnell zur neuen Realit\u00e4t, und der Megatrend der Dekarbonisierung wird durch die Digitalisierung, neue Technologien und den Zuwachs im Bereich E-Mobilit\u00e4t weiter beschleunigt. Die Dekarbonisierung wirkt sich dabei auf das gesamte \u00d6kosystem des Sektors aus: OEMs, Zulieferer, Halbfertigerzeugnisse und Rohstoffe sowie Recyclingfirmen, Beh\u00f6rden und schlie\u00dflich auch auf die Kunden.<\/p>\n<p>Die Autobauer haben sich selbst ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Um netto CO2-neutral zu werden und dazu beizutragen, die Erderw\u00e4rmung gem\u00e4\u00df dem Pariser Abkommen auf 1,5\u00a0\u00b0C zu begrenzen, m\u00fcssen sowohl die Branche selbst als auch ihre gesamte Wertsch\u00f6pfungskette einen massiven Kurswechsel vollziehen. Als Schl\u00fcssel f\u00fcr den Erfolg dienen Partnerschaften zwischen Unternehmen, Verbrauchern und Beh\u00f6rden, um \u00d6kosysteme f\u00fcr geteilte und wiederverwendete Ressourcen aufzubauen, um bei der Zusammenarbeit mehr zu erreichen und dabei weniger prim\u00e4re Ressourcen und weniger Energie zu verbrauchen, st\u00e4rker auf erneuerbare Energien zu setzen und auf diese Weise die Emissionen zu verringern. Eine inspirierende Vision f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfungskette der Automotive-Branche k\u00f6nnte alle Teilnehmer des \u00d6kosystems mobilisieren, und genau das ist die Idee, die hinter dem CO2-neutralen und zirkul\u00e4ren Auto steckt: Ein Fahrzeug, das sein gesamtes Potenzial in Sachen CO2-Effizienz und Zirkularit\u00e4t aussch\u00f6pft. Daf\u00fcr bedarf es der Netto-Null bei den CO2-Emissionen w\u00e4hrend der Produktion und der Lebensdauer des Wagens sowie der Netto-Null bei den Abf\u00e4llen am Ende seines Lebens. Doch wie schaffen wir das?<\/p>\n<h2>Marktsituation und Ausblick<\/h2>\n<p>In den letzten paar Jahren waren die Anstrengungen zur Dekarbonisierung in der Automotive-Branche haupts\u00e4chlich auf die Elektrifizierung der Fahrzeuge gerichtet. Wenn man sich die Treibhausgas-Emissionen w\u00e4hrend des Lebenszyklus eines Fahrzeugs insgesamt anschaut, dann ist der herk\u00f6mmliche Antrieb f\u00fcr die meisten Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig ist das der Bereich, bei dem die Autobauer die gr\u00f6\u00dfte Gelegenheit haben, im Vergleich zu den anderen Emissionsquellen von Treibhausgasen, also zum Beispiel der Materialproduktion oder der R\u00fcckgewinnung von Materialien am Lebensende, wirklich etwas zu bewegen.<\/p>\n<p>Auch wenn E-Autos laut McKinsey &amp; Company bislang nur 7\u00a0% der weltweit verkauften Pkw ausmachen, so wird in den n\u00e4chsten Jahren doch mit einer sehr z\u00fcgigen Umstellung gerechnet \u2013 nicht zuletzt beschleunigt durch zunehmenden beh\u00f6rdlichen Druck und die wachsende Nachfrage von Kunden nach einer nachhaltigeren Mobilit\u00e4t. Statistiken der European Automobile Manufacturers\u2018 Association (ACEA) zeigen, dass die Zulassung von akkubetriebenen E-Autos sich in Europa seit 2019 jedes Jahr verdoppelt hat. Bei McKinsey rechnet man damit, dass bis 2035 alle auf den gr\u00f6\u00dften M\u00e4rkten (Europa, China, USA) verkauften Fahrzeuge E-Autos sein werden und dass Premium-Anbieter schneller auf E-Mobilit\u00e4t umstellen als Massen-Anbieter.<\/p>\n<p>Der Weg zu neuen Antriebsformen umfasst auch neue Konzepte und geeignete Systeme zur Speicherung von Energie sowie damit verbundene Konzepte f\u00fcr die Karosserie. Die Autohersteller arbeiten an den L\u00f6sungen f\u00fcr diverse Herausforderungen; dazu geh\u00f6ren eine m\u00f6glichst effiziente Akku-Integration, die Bedeutung von Designs mit wenig Gewicht, das resultierende Materialkonzept, die Erf\u00fcllung von Performance-Kriterien und die Entwicklung fortschrittlicher Designs.<\/p>\n<blockquote class=\"elementor-blockquote\">\n<p class=\"elementor-blockquote__content\">\n\t\t\t\tBis 2035 werden wahrscheinlich 100\u00a0% der verkauften Fahrzeuge auf den gr\u00f6\u00dften M\u00e4rkten E-Autos sein \t\t\t<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Aluminium ist nicht nur eines der am h\u00e4ufigsten recycelten Materialien auf der Welt, sondern es ist auch in allen Fahrzeug-Segmenten ganz hervorragend f\u00fcr Designs mit wenig Gewicht geeignet. Seine einzigartigen Eigenschaften sind einerseits f\u00fcr den weltweiten Trend zur Elektromobilit\u00e4t und andererseits f\u00fcr die Notwendigkeit der Automobilbranche zur Dekarbonisierung wie geschaffen. Mit einer Gewichtsreduktion um bis zu 42\u00a0%Prozent im Vergleich zu Stahl bei vergleichbarer oder besserer Performance wird Aluminium zunehmend zum Produkt der Wahl f\u00fcr sichere, kosteng\u00fcnstige und nachhaltige Karosserien. Als f\u00fchrender Hersteller von flachgewalzten Aluminiumprodukten und als weltweit gr\u00f6\u00dftes Recyclingunternehmen f\u00fcr Aluminium arbeitet Novelis mit den meisten der weltweit gr\u00f6\u00dften OEMs zusammen, um innovative und leichte L\u00f6sungen f\u00fcr die wachsende Nachfrage in der Automobilbranche zu entwickeln. \u201eDas Bekenntnis zur Nachhaltigkeit steht im Zentrum unserer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und erstreckt sich auch auf die Art und Weise, wie wir mit Interessengruppen in der gesamten Aluminium-Wertsch\u00f6pfungskette zusammenarbeiten. Wir sehen umfassende M\u00f6glichkeiten zur Ausweitung des Einsatzes von leichtem, unendlich oft recycelbarem Aluminium, um die OEMs dabei zu unterst\u00fctzen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und den Verbrauchern Produkte mit wenig CO2-Emissionen anzubieten, die ihnen Freude bereiten\u201c, sagt Michael Hahne, Vice President Automotive Europe bei Novelis.<\/p>\n<h2>Die Dekarbonisierung von allen drei Phasen im Lebenszyklus eines Fahrzeugs<\/h2>\n<h2>Elektrifizierung der Nutzungsphase<\/h2>\n<p>Studien zeigen, dass Treibstoff und Abgase f\u00fcr etwa 65\u201380\u00a0% der Emissionen eines Fahrzeugs im Laufe seines Produktlebens verantwortlich sind; das Ende von Fahrzeugen mit internem Verbrennungsmotor und der Umstieg auf einen elektrischen Antrieb erscheinen also gleicherma\u00dfen logisch und entscheidend.<\/p>\n<p>Viele L\u00e4nder haben die Umstellung auf E-Autos mit entsprechenden Vorschriften und Pl\u00e4nen zum langfristigen Verbot des Antriebs mit einem internen Verbrennungsmotor vorangetrieben. Als eines der Vorreiter-L\u00e4nder im Kampf gegen den Klimawandel hat Norwegen ein Verkaufsverbot f\u00fcr Autos mit Verbrennungsmotor schon ab 2025 angek\u00fcndigt, und mehrere europ\u00e4ische L\u00e4nder wollen diesen Schritt bis 2030 gehen. Dementsprechend haben die OEMs ein Enddatum f\u00fcr ihre Benzin- und Dieselmotoren angek\u00fcndigt, und die Umstellung auf die Elektromobilit\u00e4t l\u00e4uft aktuell auf Hochtouren. Die Elektromobilit\u00e4t muss aber mit einem Umstieg auf erneuerbare Energien und mit neuen Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr das Aufladen einhergehen. So gibt es in China, dem gr\u00f6\u00dften Markt f\u00fcr E-Autos, beispielsweise verschiedene Pilotprojekte f\u00fcr den Austausch von Akkus. Die Entwicklung der Elektromobilit\u00e4t und die gleichzeitige Umstellung im Sinne der Kreislaufwirtschaft kann eine echte Revolution in Sachen Herstellung und Nutzung von Fahrzeugen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<blockquote class=\"elementor-blockquote\">\n<p class=\"elementor-blockquote__content\">\n\t\t\t\tMit einer zunehmend st\u00e4rkeren Akzeptanz von E-Autos verlagern sich die Emissionen w\u00e4hrend des Produktlebenszyklus von der Nutzungsphase zur Produktion und zum Lebensende\t\t\t<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit einer zunehmend st\u00e4rkeren Akzeptanz von E-Autos verlagern sich die Emissionen w\u00e4hrend des Produktlebenszyklus von der Nutzungsphase zur Produktion und zum Lebensende. Wenn Autos nicht mehr mit Kraftstoff fahren, werden die im Material steckenden Emissionen f\u00fcr bis zu 60\u00a0% der Emissionen im Produktlebenszyklus verantwortlich sein und somit zum dominierenden Faktor. Demzufolge wird auch klar, dass es sehr viel mehr als der Abschaffung von Autos mit Verbrennungsmotor bedarf, um die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/novelis.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Share-of-Vehicle-Lifecycle-Emissions-768x678.jpg\"\/><\/figure>\n<h2>Echte Kreisl\u00e4ufe in der Produktionsphase<\/h2>\n<p>In der Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe und G\u00fcter so entwickelt, gebaut, repariert und wiederverwendet, dass sie weitestgehend ohne Abf\u00e4lle im klassischen Sinne auskommen, sondern die Rohstoffe stattdessen in einem geschlossenen Kreislauf verbleiben. Das Auto sollte am Ende seines Produktlebenszyklus nicht zu Schrott werden, sondern als \u201eMaterialquelle\u201c f\u00fcr neue Fahrzeuge dienen.<\/p>\n<p>Auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, dass Autos als Ursprung f\u00fcr wertvolle Materialien am Ende ihres Lebenszyklus dienen, gibt es immer mehr Initiativen, um den Kreislauf in der Produktionsphase zu schlie\u00dfen. Beispielsweise hat Novelis in Zusammenarbeit mit vielen seiner Automotive-Kunden hochentwickelte Recyclingsysteme mit geschlossenen Kreisl\u00e4ufen entwickelt. Dadurch sind die Kunden in der Lage, den w\u00e4hrend der Produktion entstehenden Aluschrott direkt wieder an Novelis zu liefern, damit er dort ohne Qualit\u00e4tsverluste in vergleichbar hochwertige Produkte recycelt werden kann. Das Recyclingsystem mit dem geschlossenen Kreislauf reduziert den Bedarf f\u00fcr Prim\u00e4r-Aluminium und reduziert auf diese Weise den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen, da bei der Produktion von recyceltem Aluminium nur 5\u00a0% der Energie ben\u00f6tigt wird, die zur Herstellung von Prim\u00e4r-Aluminium erforderlich ist.<\/p>\n<p>\u00dcber die zunehmende Umstellung des Transports von Aluminiumblechen von der Stra\u00dfe auf die Schiene kombiniert Novelis dieses Recycling im geschlossenen Kreislauf mit einer immer nachhaltigeren Logistik. Die CO2-Emissionen beim Transport werden auf diese Weise um bis zu 70\u00a0% reduziert, und in Einzelf\u00e4llen sogar um bis zu 90\u00a0%.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/novelis.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Novelis_Closed-Loop-Recycling-768x419.jpg\"\/><\/figure>\n<p>Auf seinem Weg zur CO2-Neutralit\u00e4t erforscht Novelis auch M\u00f6glichkeiten zur Dekarbonisierung des Schmelzvorgangs und zum Abscheiden der CO2-Emissionen, die im Rahmen der Herstellung von recyceltem Aluminium entstehen.<\/p>\n<p>Um die CO2-Neutralit\u00e4t in der Produktion zu erreichen, kommt es entscheidend auf den Einsatz erneuerbarer Energien an. Dabei geh\u00f6ren der Ausbau der Verf\u00fcgbarkeit und eine stabilere Versorgung mit erneuerbaren Energien zu den anhaltenden Zielsetzungen der gesamten Branche. Ebenso kommt es auf eine insgesamt reduzierte Energie-Intensit\u00e4t an, die durch die Umsetzung neuer und weniger Energie-intensiver Prozesse und Technologien erreicht wird. Allerdings werden der geringere Energieverbrauch und die anhaltende Umstellung auf erneuerbare Energien allein nicht ausreichen, um den Produktlebenszyklus von Fahrzeugen zu dekarbonisieren. Vielmehr bedarf es zirkul\u00e4rer Gesch\u00e4ftsmodelle, um die Emissionen in der Produktion zu reduzieren. Im aktuellen System ist es nur der erste Schritt, den Recycling-Kreislauf in der Produktion zu schlie\u00dfen. Schon sehr bald wird es zudem darauf ankommen, ein recyclingf\u00e4higes Auto zu entwickeln und einen Rahmen zu schaffen, der die R\u00fcckgewinnung von Materialien und deren R\u00fcckf\u00fchrung in den Recycling-Kreislauf am Ende des Produktlebenszyklus eines Fahrzeugs erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h3>Das Auto am Ende seines Lebens wieder in den Kreislauf zur\u00fcckbringen<\/h3>\n<p>Insbesondere f\u00fcr Aluminium, ein Material, das unendlich oft recycelt werden kann, kommt es entscheidend auf einen solchen Rahmen an, mit dem zirkul\u00e4re Produktsysteme erm\u00f6glicht und gef\u00f6rdert werden: also auf ein System, in dem Produkte am Ende ihres Lebenszyklus immer wieder in die gleichen Produkte recycelt werden.<\/p>\n<p>\u201eMaterialien, die sich wieder zu hochwertigen Produkten recyceln lassen, wie Aluminium, m\u00fcssen in einer Art und Weise demontiert, gesammelt und sortiert werden, bei der ihr Wert erhalten bleibt, damit sie als Teil eines neuen Autos ein weiteres Leben bekommen. F\u00fcr das Recycling gemachtes Design und Wieder-Herstellung werden zu einem kompletten Entwicklungsbereich in den Partnerschaften mit den OEMs und anderen Branchenpartnern, damit wir gemeinsam die gleiche Erfolgsgeschichte schreiben k\u00f6nnen, die wir schon im Hinblick auf das geschlossene Kreislauf-Modell f\u00fcr Produktionsabf\u00e4lle geschaffen haben\u201c, erkl\u00e4rt Michael Hahne.<\/p>\n<p><span>In vielen L\u00e4ndern gibt es bereits gut etablierte und effiziente Recycling-Systeme f\u00fcr Produkte, wie beispielsweise die Getr\u00e4nkedose aus Aluminium, die als leere Dose im Recycling-Beh\u00e4lter landet und von dort einen Weg zur\u00fccklegt, an dessen Ende sie in gerade mal 60 Tagen wieder als neue Dose im Regal steht. Im Vergleich dazu ist ein Auto ein hochkomplexes Produkt mit \u00fcber 1.000 Materialien in einem einzigen Fahrzeug. Die Wertsch\u00f6pfungskette in der Automobilbranche muss innovativ sein und \u00fcber Sektoren hinweg mit Partnern zusammenarbeiten, um L\u00f6sungen zu finden, die es erm\u00f6glichen, die Vielzahl der im Fahrzeug vorhandenen Materialien zu Produkten zu recyceln, die beim Bau neuer Fahrzeuge wieder zum Einsatz kommen.<\/span><\/p>\n<blockquote class=\"elementor-blockquote\">\n<p class=\"elementor-blockquote__content\">\n\t\t\t\tDas Ende des Produktlebenszyklus sollte bereits bei der Fahrzeugplanung ber\u00fccksichtigt werden \u2013 damit Recycling effizient funktioniert und der Bedarf f\u00fcr frische Rohstoffe reduziert wird\t\t\t<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 16px;font-style: normal\">Damit das im Auto verbaute Aluminium effizient recycelt werden kann, sind ein paar Faktoren zu ber\u00fccksichtigen. Der Fokus liegt eindeutig auf der Entwicklung neuer Konzepte und Gesch\u00e4ftsmodelle, um die vorhandenen Materialien am Ende des Produktlebenszyklus effizient zur\u00fcckgewinnen zu k\u00f6nnen. Das Ende des Produktlebenszyklus sollte bereits bei der Fahrzeugplanung ber\u00fccksichtigt werden \u2013 damit Recycling effizient funktioniert und der Bedarf f\u00fcr frische Rohstoffe reduziert wird. Novelis setzt sich au\u00dferdem daf\u00fcr ein, den Recyclinganteil seiner Produkte zu steigern. Das Unternehmen arbeitet schon beim Design neuer Produkte mit seinen Kunden und Industrie-Partnern zusammen und ber\u00fccksichtigt dabei die Demontage am Ende des Produktlebenszyklus, um so die Sammlung, Sortierung und das Recycling der Materialien zu erleichtern.<\/span><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/novelis.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Decarbonization-of-Vehicle-Lifecycle-768x569.jpg\"\/><\/figure>\n<p>Effiziente Demontage-Vorg\u00e4ngeprozesse sind ein weiterer wichtiger Aspekt. Damit recycelte Materialien auf dem Markt wettbewerbsf\u00e4hig sind, m\u00fcssen die Fahrzeuge und ihre Einzelteile schnell und kosteng\u00fcnstig demontiert werden k\u00f6nnen. Diese Voraussetzungen m\u00fcssen ebenfalls in der Design-Phase eines Fahrzeugs umgesetzt werden\u00a0\u2013 zum Beispiel, indem Einzelteile nicht verklebt, sondern so geplant werden, dass sie am Ende des Fahrzeuglebens effizient wieder entfernt werden k\u00f6nnen, sowie durch einen Verzicht auf Mischmaterialien.<\/p>\n<p>Verbraucher und Beh\u00f6rden k\u00f6nnen diesen Wandel zu mehr Sammeln, Sortieren und Recyceln von Altmetallen am Ende des Produktlebenszyklus ebenfalls f\u00f6rdern, indem sie auf die Nachverfolgbarkeit der \u00dcberreste eines Fahrzeugs am Ende seines Produktlebenszyklus dr\u00e4ngen. Der Ausbau von Komponenten und Materialien und ihre R\u00fcckf\u00fchrung in den Kreislauf wird dabei ein echter Wendepunkt f\u00fcr die Umwelt sein. Als Bef\u00fcrworter dieser Entwicklung f\u00f6rdert Novelis das \u00f6ffentliche Bewusstsein zu Recycling und zur Entwicklung neuer Konzepte und Technologien, insbesondere im Bereich der Digitalisierung.<\/p>\n<h3>Nachverfolgbarkeit mithilfe neuer Technologien und eine St\u00e4rkung der Kreislaufwirtschaft<\/h3>\n<p>Die komplexe Wertsch\u00f6pfungskette der Automobilbranche f\u00fchrt dazu, dass die Kunden \u2013 und gar nicht unbedingt die OEMs selbst \u2013 vollst\u00e4ndige und umfassende Einblicke in die Emissionsquellen der Branche haben. \u201eEin Schl\u00fcssel zum Erfolg f\u00fcr die Dekarbonisierung l\u00e4sst sich mehr denn je im Aufbau von Partnerschaften und im \u201aSimultaneous Engineering\u2018 finden. Dabei geht es nicht nur um innovative, zirkul\u00e4re und effiziente Produkte und L\u00f6sungen, sondern auch um den Aufbau neuer Gesch\u00e4fts- und Kooperationsmodelle sowie einer ganz neuen Dimension der Digitalisierung und Transparenz innerhalb der Branche. Die Entwicklung eines umfassenden Ansatzes zur Nachverfolgbarkeit von Materialemissionen f\u00fcr die Anbieter der Branche und die Kunden w\u00fcrde die Dekarbonisierung deutlich vereinfachen\u201c, sagt Michael Hahne. Entsprechende Ans\u00e4tze bestehen, und Novelis wirkt momentan an einem Pilotprojekt zur Nachverfolgung von Materialien \u00fcber alle beteiligten Parteien mit \u2013 angefangen bei den Materialherstellern bis hin zum Fertigprodukt.<\/p>\n<p>Neue Technologien wie z.\u00a0B. Smart Contracts auf der Grundlage von Blockchains k\u00f6nnen die Kreislaufwirtschaft Wirklichkeit werden lassen, da sie einen Datenaustausch, beispielsweise zu CO2\/t, erm\u00f6glichen, ohne dass (sensible und gesch\u00fctzte) Informationen \u00fcber die Materialzusammensetzung ausgetauscht werden. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Zulieferern, Abfallmanagement-Betrieben, Dienstleistern und neuen Anbietern so stark vereinfacht, dass ein transparentes und zirkul\u00e4res \u00d6kosystem tats\u00e4chlich funktionieren kann. Auf diese Weise k\u00f6nnen engere und l\u00e4ngerfristigere Bindungen zwischen den Partnern aufgebaut werden, um die bestehende Herausforderung anzupacken, dass der Gro\u00dfteil der Materialien in einem Auto am Ende seines Produktlebenszyklus wieder in \u00e4hnlich hoher Qualit\u00e4t zur\u00fcckgewonnen werden kann.<\/p>\n<p>Mit der vierten industriellen Revolution k\u00f6nnte man sich endlich von dem Prinzip verabschieden, dass die Produktion von Waren immer auch zur Produktion von Abfall f\u00fchrt. Jedes Teil kann dann mithilfe einer digitalen Produkt-ID nachverfolgt werden, sodass man das herk\u00f6mmliche Konzept \u201eNehmen \u2013 Herstellen \u2013 Entsorgen\u201c durch \u201eNeu denken \u2013 Wiederverwenden \u2013 Recycling\u201c ersetzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Schlussfolgerung<\/h3>\n<p>F\u00fcr das ambitionierte Ziel der Automotive-Branche, bis 2050 CO2-neutral zu werden, spielen E-Autos eine entscheidende Rolle, aber es ist auch an der Zeit, weiter zu denken als nur bis zur Elektrifizierung der Fahrzeugnutzung. Die Branche wird ihre Klimaziele nur erreichen, wenn sie grundlegende Ver\u00e4nderungen in allen drei Phasen des Lebenszyklus von Fahrzeugen umsetzt und sich weiter in Richtung einer echten Kreislaufwirtschaft entwickelt. Damit das CO2-neutrale Auto Wirklichkeit werden kann, m\u00fcssen sich die Anstrengungen auf alle Hebel konzentrieren, die in dieser Branche umgelegt werden k\u00f6nnen. Insbesondere wird es nur m\u00f6glich, den Kreislauf am Ende des Produktlebenszyklus zu schlie\u00dfen, wenn alle Anbieter im Automotive-\u00d6kosystem zusammenarbeiten und auf bisher nie dagewesene Art und Weise miteinander kooperieren.<\/p>\n<p>Auch wenn die Kreislaufwirtschaft das Zeug dazu hat, die Branche genau wie die Fertigungsstra\u00dfe von Henry Ford einst zu revolutionieren, so h\u00e4ngt diese Revolution doch von technologischen, \u00f6kologischen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Dimensionen ab, die wir alle gemeinsam gestalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\u00a0\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<\/div>","protected":false},"featured_media":18523,"template":"","news_category":[198],"location":[],"class_list":["post-18525","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das CO2-neutrale Auto bauen: 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