Technische Hochschule Wildau

April 28, 2020

Diese im Jahr 2012 fertiggestellte Hochschulerweiterung beherbergt nun neue Lehreinrichtungen, ein Labor und ein zusätzliches Studentenwohnheim.

Das in die bestehende historische Industriearchitektur integrierte Gebäude ist mit perforierten, bandbeschichteten Novelis ff2® Aluminiumpaneelen verkleidet. ff2 wurde aufgrund seiner Verarbeitbarkeit und Langlebigkeit als Fassadenmaterial gewählt und besitzt die Optik und Beständigkeit, um die Vision des Architekten zu verwirklichen.

Das durch die Perforationen entstehende Spiel von Licht und Schatten verändert sich mit dem Stand der Sonne und den Passanten. Dies unterstreicht die Dreidimensionalität und Tiefe der Fassadenstruktur der Technischen Hochschule Wildau und verleiht ihr eine sich ständig verändernde Vitalität.

Stadt: Wildau
Land: Deutschland
Produkte: Bandbeschichtetes Aluminium ff2
Anwendung: Fassadenbekleidung
Farbe: Kristallsilber

Dicke: 2 mm
Menge: 4.500 m2
Architekt: SEHW Architekten Berlin
Montage: Ness – Pankow, Berlin

Datenblatt herunterladen (EN)/(DE)

Bewährte Aluminium-Fassadenbekleidung

Die gesamte Gebäudehülle, mit Ausnahme der inneren Vordachverkleidung und der abgehängten Decke im Torweg, wurde als hinterlüftete Vorhangfassade aus horizontalen, perforierten Aluminium-Fassadenpaneelen mit einem Standardmaß von 395 × 2880 mm konzipiert.

Für die 4.500 m2 große Fassade der Technischen Hochschule Wildau wurde bandbeschichtetes Novelis ff2 Aluminium in Kristallsilber mit vier Schichten PVdF-Lack (Polyvinylidenfluorid) verwendet. Novelis setzt PVdF-Beschichtungen für architektonische Außenanwendungen nur in einer 80/20-Mischung ein. Da ein höherer PVdF-Anteil im Lack in der Regel eine höhere Wetterbeständigkeit bedeutet, ist die bandbeschichtete Aluminiumoberfläche so beschaffen, dass sie den Einflüssen von Korrosion und ultravioletter Strahlung standhält.

Die Anzahl der Perforationen auf den Aluminiumpaneelen wurde so konzipiert, dass sie von unten nach oben an der Fassade allmählich zunimmt.

ff2 lässt sich leicht biegen, ohne die Oberflächenbeschaffenheit zu beschädigen, und wurde zudem wegen seiner Wetter- und Korrosionsbeständigkeit sowie seiner nicht kreidenden Oberfläche ausgewählt. Es zeichnet sich zudem durch eine hohe zulässige Belastung (96 MPa) aus, ist nicht brennbar und nach DIN EN 13501 als A1 zertifiziert.

Novelis ff2 hat einen hohen Recyclinganteil und ist zu 100 Prozent recycelbar, wodurch sich der Verschnitt beim Stanzen bei diesem Projekt problemlos recyceln ließ.

Erzielung eines nahtlosen Erscheinungsbildes

Die perforierten Paneele wurden oben an der Unterkonstruktion befestigt. Unten wurden auf der Rückseite eingeklebte Clips mit der Führungsschiene verbunden, die an den darunter liegenden Fassadenelementen befestigt war. Diese wurden rückseitig durch weiß beschichtete Aluminiumbleche komplett geschlossen. Die vertikalen Fugen wurden durch auf der Rückseite der Elemente aufgeklebte ff2-Litho-graphiebänder abgedeckt. So entstand eine vollkommen geschlossene, einheitliche Fassade ohne Fugen.

Novelis ff2 bietet je nach gewünschter Optik zusätzliche Montagetechniken. Dazu gehören Paneel, Flachblech, Kassette mit nicht sichtbarer Befestigung und Kassette mit Einhängesystem. Auch das Verkleben ist eine Option. Der Lack auf der Rückseite von ff2 ist für das Verkleben ohne sichtbare Befestigungen an der Unterkonstruktion ausgelegt.

Da keine Einfassprofile verwendet wurden, wurden für die Laibungen, Ecken und andere Einbauten am Gebäude spezielle Paneele mit entsprechenden Lochmustern angefertigt.

Die Fassadenstruktur der Technischen Hochschule Wildau umfasst eine Dämmung, eine Unterkonstruktion mit T-Profilen und eine Dampfsperre. Das durch die perforierte Fassade eindringende Regenwasser wird über die weißen Aluminiumbleche und die Perforationen in den horizontalen Elementen abgeleitet.